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Cham im Bayerischen WaldDie Kreisstadt Cham liegt in Ostbayern am Fluss Regen und nur 20 km von der tschechischen Grenze entfernt. Die naturschöne Lage am Eingang zum Bayerischen Wald zieht im Sommer viele Wanderer und Natururlauber an, die in Cham Ferienhäuser oder -wohnungen und Privatzimmer mieten und Wandertouren in das Umland unternehmen.Bereits im Jahr 748 wurde der heutige Stadtteil Chammünster öffentlich genannt. Von einer ansässigen klösterlichen Niederlassung aus soll -laut Geschichtsschreibung- die Besiedlung des Oberen Bayerischen Waldes erfolgt sein. Im Jahr 946 wurde Cham selbst als Stadt erwähnt. Sie trug zu dieer Zeit den Namen Civitas Camma und ihrer Bedeutung wurde im Jahr 1000 mit der Einrichtung einer städtischen Münzprägestätte Nachdruck verliehen, denn Cham erhielt dadurch eine eigene Währung, den Chamer Denar. Seit dem 13. Jahrhundert befindet sich die Stadt an ihrem heutigen Standort und weitete sich von dort aus. War sie noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts einer der wichtigsten Holzumschlagplätze Deutschlands, so änderte sich im 20. Jahrhundert das Naturbewußtsein der Bewohner und zum Schutz eines wunderbaren Naturraumes vollzog sich ein Wandel zum sanften Tourismus, dem auch kleine Hotels, Gästehäuser und Pensionen folgten. Heute ist Cham ein staatlich anerkannter Luftkurort und zentraler Ort des gleichnamigen Landkreises mit 53 Stadtteilen und rund 17.200 Einwohnern. Besonders markant sind die vielen Kirchen, die das Stadtbild nachhaltig prägen. Die Stadtpfarrkirche Mariahilf ist der zentrale Sakralbau des Ortes in der Innenstadt. Sehr imposant wirkt aber auch die neoromanische Klosterkirche Mariahilf, die etwas abseits in nördlicher Richtung steht. Am Marktplatz, dem zentralen Treffpunkt für Gäste und Einheimische, steht der Schönste der zahlreichen Brunnen des Ortes, der Marktbrunnen, der reich verziert wurde. Das historische Rathaus wurde beim Bau direkt an die Kirche angebaut. Heute befindet sich im Erdgeschoss ein Cafe. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das so genannte Biertor. Der wuchtige Bau ist das letzte erhaltenen der 4 Stadttore und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der Straubinger Turm, der gut sichtbar über den Häusern der Innenstadt herausragt, ist ein Wachturm der historischen Ringmauer, welche die Stadt vollständig umgab. Die 20 m hohe Ruine des -etwas abseits stehenden- Ödenturms gehört zu einer mittelalterlichen Burganlage und wirkt mit ihren verwitterten Steinen recht verwunschen. Die Besucher Chams finden neben einer guten Gastronomie und einem regen Nachtleben viele Möglichkeiten zu aktiver Betätigung. Viele Radwege führen durch den Bayerischen Wald und weiter nach Regensburg oder nach Tschechien. Auf insgesamt 70 km wurde das Wanderwegenetz ausgebaut und markiert. Neben dem modernen Sport-und Erholungspark Quadfeldmühle ist im Sommer besonders das Freibad am Fluss ein Besuchermagnet. Über eine Verbindung können die Schwimmer von den verschiedenen Becken direkt in das Flussbecken wechseln. Im Winter wird das Hallenbad geöffnet. Sehenswert sind die städtische Galerie und ein Museum, das der Künstlergruppe SPUR gewidmet wurde. |





