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Haidmühle im Bayerischen WaldDie Gemeinde Haidmühle mit den drei staatlich anerkannten Erholungsorten Haidmühle, Bischofsreut und Frauenberg sowie einer Gesamtfläche von etwa 2.100 Hektar liegt im Landkreis Freyung Grafenau, an der deutsch-tschechischen Grenze und rund 25 km von Freyung entfernt. Die an der Glasstraße gelegene Gemeinde Haidmühle zählt circa 1.500 Bürger.Haidmühle entstand 1770 im Zuge der Erbauung einer Mühle und gilt damit als eine der jüngsten Siedlungen des niederbayerischen Landkreises. Die zügige Entwicklung des Ortes wurde durch die Errichtung eines Eisenhammerwerkes und den Bau der Eisenbahnlinie ins tschechische Prachatiz begünstigt und umfasste auch den Fremdenverkehr. Der Tourismus hat eine lange Tradition, schon um 1912 verweilten Urlauber in Haidmühle. Um dem Gästeaufkommen gerecht zu werden, entstanden vor allem in Bischofsreut, Frauenberg und Haidmühle mehrere Pensionen, Gästehäuser, Hotels, Ferienwohnungen, Privatzimmer und Ferienhäuser. Zu den Attraktionen von Haidmühle gehören die 1926 bis 1929 erbaute Pfarrkirche St. Maximilian, die Kapelle „St. Marien am Eisernen Zaun“ mit Glockenspiel und die Böhmerwäldler Heimatstube. Die im Rathaus untergebrachte Heimatstube widmet sich dem Leben und Arbeiten im Böhmerwald. In Haidmühle befindet sich außerdem der Grenzübergang Haidmühle - Nové Údoli sowie dahinter der Bahnhof Nove Udoli und ein kleines Eisenbahnmuseum. Im Jahre 1705 wurde Bischofsreut am unteren Goldenen Steig gegründet, seit 1978 ist die Ortschaft und einst selbstständige Kommune Teil der Gemeinde Haidmühle und infolgedessen auch die frühere Glashüttenstreusiedlung Schwarzenthal, die ab 1946 zu Bischofsreut gehörte. In Bischofsreut findet sich der zweite Grenzübergang der Gemeinde Haidmühle, Bischofsreut - Marchhäuser. Anziehungspunkte von Bischofsreut sind die 1870 erbaute und 1992 renovierte Pfarrkirche St. Valentin mit dem Kreuz aus dem durch Abwanderung verlassenen Gemeindeteil Leopoldsreut, die Kapelle St. Wolfgang, das Waldmuseum, der Märchenwald und die Kapelle St. Nepomuk, deren hölzerne Heiligenstatue einst als Schmuggelversteck diente und daher bei den Einwohnern als „Sacharin-Heiliger“ bekannt ist. Das Waldmuseum im Gemeindehaus zeigt unter anderem historische Werkzeuge, Hausrat und Skimodelle und bringt Besuchern die schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen aber auch die regionale Schönheit in Form der Tier- und Pflanzenwelt nahe. Die Bischofsreuter Waldhufen, ein Naturraum mit vielfältiger Flora und Fauna sowie einzigartiger Kulturraum, können auf den Museumssteigen des „KulturLandschaftsMuseum Grenzerfahrung“, welches sich mit den Lebensbedingungen und dem Wirken des Menschen auf die Natur befasst, erkundet werden. Hier greifen bunte Bergwiesen, Steinäcker, Viehweiden, Moore, vergessene Klausen und Wässerwiesen ineinander, eine einmalige Verbindung von Natur und Kultur. Geschätzte Wanderziele sind überdies der Dreisessel - Dreisesselfelsen, Hochstein und „Steinernes Meer“, der Plöckensteiner See mit Adalbert-Stifter-Denkmal und der Aussichtsturm des 1.167 Meter hohen Haidel. Dank der geräumten Winterwanderwege können Urlauber auch in der kalten Jahreszeit ihrem Hobby nachgehen. Wer sich lieber die Ski anschnallt, genießt die gepflegten Loipen oder nutzt die Schlepplifte in Frauenberg, Haidmühle und Bischofsreut. Und mit dem Schlitten geht es rasant die Rodelwiesen hinab. Eine Pferdeschlittenfahrt durch die märchenhafte Winterlandschaft bietet den perfekten Ausgleich und lädt zudem all diejenigen ein, die es im Winterurlaub beschaulich mögen. |
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